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Wasserburg in Reipoltskirchen eingeweiht Festakt mit Innenminister Karl Peter Bruch in der Johann-Heinrich-Roos-Halle
In einer gut gefüllten Johann-Heinrich-Roos-Halle begrüßte Landrat Dr. Winfried Hirschberger am vergangenen Donnerstag die teils von weit her angereisten Festgäste zur Einweihung der Wasserburg in Reipoltskirchen. Er dankte allen, die an dem langjährigen und zeitweise auch schwierigen Projekt mitgewirkt haben für das ausdauernde Engagement. In seiner Begrüßung ließ Hirschberger die Geschichte der Burganlage von ihren Anfängen im 12. Jahrhundert über ihr Dasein als "Schloss der Bettelleute" in der Zeit der französischen Herrschaft in der Pfalz bis in die Neuzeit Revue passieren. Als Festredner hob der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch die Einmaligkeit der Verbindung einer historischen Burganlage und einer Malschule zu einer Ganzheit im Land hervor. "Wir haben das richtig und gut gemacht", so Bruch. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Den größten Anteil hat das Land mit einer Zuwendung in Höhe von 1,27 Millionen Euro geschultert. Die restlichen Ausgaben teilen sich der Landkreis Kusel, die Verbandsgemeinde Wolfstein und die Ortsgemeinde Reipoltskirchen. Bürgermeister Michael Kolter wies auf die Bedeutung der Burg als Bereicherung für die Bevölkerung hin. Die Attraktivität der Burg stehe und falle mit der in ihr beheimateten Gastronomie. Von deren Qualität konnte sich Kolter nach eigener Aussage bereits mehrfach überzeugen. Einen besonderen Dank richtete Kolter an den Landkreis Kusel dafür, dass im Gewölbekeller der Burg ein Trauzimmer als Außenstelle des Wolfsteiner Standesamts mit besonderem Ambiente eingerichtet werden konnte. Erste Anmeldungen von Brautleuten liegen bereits vor. Als Präsent zu Einweihung überreichte Kolter einen kolorierten Kupferstich. Mit einem Ortsportrait in Gedichtform stellte Ortsbürgermeisterin Elisabeth Schultz den Gästen ihre Gemeinde im Odenbachtal vor. In ihrem Grußwort führte sie aus, dass durch die Revitalisierung der Burg auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Gemeinde geschaffen wurden. Als Partner und großer Bruder stand und steht der neu gegründeten Malschule die anerkannte Akademie für Kunst und Design im russischen St. Petersburg zur Seite. Deren Professor Alexej Talaschtschuk übermittelte die Glückwünsche der Akademie. Die Kombination aus geistiger und kulinarischer Nahrung, wie sie auf der Burg zu finden ist, sei wichtig und richtig, so Talaschtschuk. Die Akademie hat das Projekt Malschule vor vier Jahren mit initiiert und wird es auch in Zukunft nach Kräften unterstützen. Als Gastgeschenk der Akademie überreichte Talaschtschuk die Arbeiten verschiedener Kunststudenten. Als weiterer Gastredner überreichte Dr. Claus Karl, Heimatforscher und Nachfahre der einstigen reichsgrafschaftlichen Forstbeamten zu Reipoltskirchen, eine originalgetreue Reproduktion des Urkatasterplans aus den Jahren 1844/46. Mit der Übergabe des symbolischen Schlüssels an den Hausherrn Dr. Hirschberger durch den Architekten Klaus Meckler aus Kaiserslautern und der Durchtrennung des Bandes an der Burgbrücke endete der Festakt, der vom Musikverein Reipoltskirchen unter der Leitung von Gerd Plodau musikalisch umrahmt wurde. Danach konnten die Festgäste die Burganlage erkunden. |
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