Gesangverein
Der Gesangverein wurde 2008 aufgelöst und mit Nußbach zusammen geschlossen.
Der Gesangverein wurde 1894 als "Männergesangverein" gegründet.
Die vorhandenen Satzungsbestimmungen stammen aus dem Jahre 1912. Bis dahin sind keine Unterlagen vorhanden.
Die erste Vereinsfahne wurde 1912 angeschafft und mit einem Sängerfest eingeweiht.
Der Männerchor war ein hervorragender, über die Ortsgrenzen hinaus geschätzter Klangkörper, was die Auszeichnungen bei Sängerwettbewerben und Preissingen bezeugen.
Der erste Weltkrieg brachte das Vereinsleben zeitweise zum Erliegen und riss große Lücken in die Reihen der Sänger. Die Gemeinde verlor 30 Männer im besten Alter; das waren fast 10% der Bevölkerung. Die Männer des Gesangvereins fühlten sich verpflichtet, ihren gefallenen und vermissten Kameraden eine Gedenkstätte zu stiften und schufen 1921 hoch über dem Dorf am Pelzwald eine Denkmalanlage, die später von der Gemeinde übernommen wurde. Anlässlich des 35-jährigen Vereinsjubiläums wurde 1929 unter Beteiligung vieler Brudervereine eine zünftige Geburtstagsfeier veranstaltet.
Ab 1924 ist das Vereinsleben vollständig dokumentiert. Der Verein war ab 1933 Mitglied im Sängerbund "Westmark". Der Männerchor beteiligte sich an dem Gau-Westmark-Singen 1936 in Saarbrücken. Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Weihe der zweiten Vereinsfahne 1938, in diesem Jahr wurde der Verein in "Sängerchor? umbenannt.
Im zweiten Weltkrieg konnte die Vereinstätigkeit notdürftig aufrecht erhalten werden und beschränkte sich hauptsächlich auf den Grabgesang. Auch durch den zweiten Weltkrieg wurde die Sängerschar dezimiert. Nach dem Krieg war zunächst jegliche Vereinstätigkeit verboten. Der Verein konnte erst wieder aktiv werden, nachdem die franz. Militärregierung dazu am 18. März 1946 die Genehmigung erteilt hatte.
Höhepunkte:
- Die 75-Jahrfeier in einem großen Festzelt im Wiesengarten 1969,
- das 90-jährige Jubiläum 1984 und schließlich
- die 100-Jahrfeier am 17/18/19. Juni 1994 in der Johann-Heinrich-Roos-Halle.
- Verleihung der ZELTER-PLAKETTE an den Verein durch den Bundespräsident Richard von Weizsäcker.
- Aus Mangel an aktiven Männern wurde der Männerchor 1969 in einen gemischten Chor umgewandelt.
- Der Verein war zeitweise (bis in die 30iger Jahre) auch ein sehr rühriger Theaterveranstalter.
Obwohl unsere Dörfer mehr denn je auf die Gesangvereine angewiesen sind, bringt das heutige Zeitalter des Individualismus gerade unsere Gesangvereine in ernste Existenzschwierigkeiten. Der Sängerchor ist ein belebendes Element für die Dorfgemeinschaft. Hier wirkt sich insbesondere auch das Fehlen der Kulturarbeit der früheren Dorfschulen sehr nachteilig aus.
Gründungsmitglieder waren:
- Adam Riemenschnitter,
- Robert Schönbeck,
- Karl Lang III und
- Adam Roschel.
Dirigenten und Vorstände:
- Der Verein hatte bis heute 17 Vorstände und 7 Dirigenten.
- Gegenwärtig ist Peter Weber Vorstand und Lehrer Hans-Robert Siebler aus Lauterecken, Dirigent.
- Johann Theobald war 14 Jahre und Robert Heß 18 Jahre Vorstand.
- Karl Kissel aus Becherbach war 15 Jahre und Lehrer Fritz Riemenschnitter 29 Jahre Dirigent.

